Vom Flughafen in Ende ging es schließlich nach Labuan Bajo im Westen der Insel Flores. In Labuan Bajo starten Bootstouren in den Komodo Nationalpark. Auch einige Tauchbasen haben sich entlang der Hauptstraße angesiedelt und bieten tägliche Tauchausflüge an. Bereits zu Hause in Deutschland kontaktierten wir Florian von www.dreamkomodotours.com da wir viel Positives über ihn gelesen hatten. So starteten wir bereits am nächsten Tag unsere 3-tägige Bootstour in den Komodo Nationalpark.

Anders als auf dem Hausboot in Kalimantan kann es im Komodo Nationalpark bei zu viel Wind schonmal recht wackelig werden. Vorsicht also beim Kaffee trinken, bei etwas Wellengang kann einem da schonmal die Tasse entgegenkommen 😄 Aber auch hier hatte zum Glück keiner von uns Probleme mit Übelkeit auf dem Boot, so dass wir die 3 Tage in vollen Zügen genießen konnten.

Man fährt einige Bade- oder Schnorchelspots an und bei einem Trekking auf den Inseln Rinca und Komodo kann man mit etwas Glück die riesigen Komodo Warane sehen.

Begonnen haben wir unser Inselhopping mit der Kleinen Insel Kelor. Das türkisfarbene Wasser lädt zum Baden und Schnorcheln ein und auf dem Hügel in der Mitte der Insel bekommt man schonmal einen schönen Überblick über die Weite des Komodo Nationalparks.

Beim nächsten Landgang auf der Insel Rinca sollten uns dann auch bereits die ersten Komodo Warane begegnen. Man geht in der Bucht „Loh Buaya“, was soviel heisst wie Krokodilbucht, von Bord. Den Namen trägt sie, da in den Mangroven in dieser Bucht Krokodile leben, gesehen haben wir jedoch keine. Dafür aber einige Komodo Warane. Ein Ranger führt einen über einen Teil der Insel und sorgt mit nur einem Stock bewaffnet für die Sicherheit der Besucher.

Den letzten Halt am ersten Tag legten wir in der Kalong Bucht ein. Dort starten jeden Abend nach Sonnenuntergang Tausende Flughunde zu ihrer nächtlichen Futtersuche, ein beeindruckendes Naturschauspiel. Tolle Bilder bieten auch die Sonnenauf- und Sonnenuntergänge. Selten habe ich solche knalligen Farben gesehen.

Der 2. Tag führte uns zur Insel Padar. Ein recht anstrengender Aufstieg, besonders in der Mittagshitze, der jedoch mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt wird. Wir sind gleich nach dem Frühstück los marschiert und waren bereits um 9 Uhr am höchsten Punkt. Selbst um diese Uhrzeit ist es in der Sonne bereits unglaublich heiß. Den Aufstieg kann man auch schaffen wenn man nicht der beste Sportler auf dem Planeten ist. Man braucht dann vielleicht einfach ein bischen länger 😄

Und auch an unserem 2. Tag sollten wir noch einen Komodo zu Gesicht bekommen. Die Wahrscheinlichkeit auf der Insel Komodo eine riesen Echse zu sehen, war eigentlich recht gering, da die Tiere sich zu dieser Jahreszeit auf Grund der Paarungszeit überwiegend zurückziehen. Aber all das Daumen drücken der Kinder hat geholfen und wir konnten ein gut 3 Meter langes männliches Tier in Ruhe beobachten, da wir zu dem Zeitpunkt fast die einzigen auf der Insel waren. Denn wegen der geringen Wahrscheinlichkeit einen Komodo zu dieser Jahreszeit zu sehen, kommen viele erst gar nicht auf die Insel. Die meisten fahren nur nach Rinca, da dort die Wahrscheinlichkeit höher ist.

Neben den Komodos gibt es noch einige andere Tiere, die sich auf der Insel tummeln. Wenn sie nicht gerade von den Waranen gejagt werden, gehen sie selbst auf Futtersuche. Besonders in den frühen Abendstunden kann man Rehe und Wildschweine bei der Suche nach Nahrung beobachten. Abends kommen die Tiere an den Strand, um bei Ebbe im niedrigem Wasserstand zwischen den freigelegten Korallen nach Krebsen zu graben.

Am letzten Tag machten wir einen Halt am Pink Beach auf Komodo Island. Der Strand schimmert leicht rosa bis rot durch Abreibungen von roten Korallen, die mit der Zeit an den Strand gespült werden.

Anschließend gingen wir am Manta Point auf die Suche nach Manta Rochen. Wir wurden einige Hundert Meter vom Boot entfernt entgegen der Strömung ins Wasser gelassen, um uns dann mit der Strömung zurück zum Boot treiben zu lassen. Doch nach kurzer Zeit schon schwamm ein 3 Meter breiter Manta direkt unter uns, so dass wir die Richtung änderten und mit dem Manta gegen die Strömung geschwommen sind. So konnten wir fast eine Viertel Stunde diesen riesigen Manta beobachten. Nach dem aufregenden und anstrengenden Schnorcheln über den Mantas haben wir den letzten Tag im Nationalpark gemütlich am Strand ausklingen lassen und mussten auch schon bald unsere Sachen wieder zusammenpacken für unseren baldigen Heimflug. Dabei gäbe es noch so viele andere schöne Dinge zu sehen auf Flores…Vielleicht beim nächsten Mal 😄

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