Heute sitzen wir auf der Fähre und verlassen die Insel Karimunjawa nach einer traumhaften Woche und vielen bleibenden Eindrücken wieder Richtung Java. Vor gut einer Woche sind wir von Yogyakarta weiter nach Jepara gereist um dort mit der Fähre nach Karimunjawa über zu setzen. Für die rund 180 Km muss man ca. 4,5 bis 5 Stunden Autofahrt einplanen. Wir haben uns für einen Privat Transfer entschieden, das erschien uns mit 2 Kindern sinnvoller, da man bei so einer langen Fahrt mit 2 Kids doch immer mal eine Toilettenpause einlegen muss. In einem Shuttle Bus kann sich das manchmal etwas schwierig gestalten. Für den Privat Transfer von Yogyakarta nach Jepara muss man ca. 800.000 IDR einplanen.

In Jepara verbrachten wir 2 Nächte im hübsch eingerichteten kleinen Guesthouse Villa Isabella Putri B&B direkt am Strand. Hier kann man Abends einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten und bekommt einen kleinen Vorgeschmack auf das, was einen vielleicht auf Karimunjawa erwarten könnte. Ansonsten gibt es in Jepara nicht viel zu sehen, im Grunde ist es nur der Durchgangshafen für alle, die weiter nach Karimunjawa möchten.

Die Fahrt mit dem Speed Boat “Express Bahari” nach Karimunjawa dauert gut 2 Stunden. Man sollte mehr als 1 Stunde vor Abfahrt am Hafen sein und genug Zeit zum einchecken einplanen. Das Procedere ist ein wenig chaotisch und es ist besser man besorgt sich, soweit möglich, bereits am Tag oder Abend zuvor die Fährtickets. So muss man zwar immer noch ewig lange anstehen, um einzuchecken, muss sich aber keine Sorgen machen am Ende vielleicht keinen Platz mehr zu bekommen.

Das Boot ist fast komplett besetzt mit indonesischen Urlaubern. Wenn wir uns so umschauen sehen wir heute außer uns sogar nur 2 weitere westliche Touristen. Sobald das Boot den Hafen verlässt, werden reihenweise kleine Kotztüten verteilt und aus allen Richtungen hört man, wie die Leute sich übergeben müssen. Man sollte eigentlich meinen, dass die Menschen eines Landes, das aus mehreren Tausend Inseln besteht, Bootsfahrten gewohnt sind 😄 Aber ich muss gestehen, ziemlich holprig ist die Fahrt schon, besonders bei etwas unruhiger See knallt das Boot ziemlich heftig über die Wellen. Wer also leicht seekrank wird, sollte sich vielleicht vorher ein paar Vomex bereithalten. Für alle anderen ist die Bootsfahrt manchmal ein bischen wie Achterbahn fahren, nur eben 2 Stunden lang 😅

Auf Karimunjawa haben wir die vergangenen Tage einfach mal die Seele baumeln lassen und teils komplette Tage am Strand verbracht oder mit geliehenen Scootern die Insel erkundet. Einen wunderbaren Aufenthalt auf der Insel bot uns das Ayu Hotel, welches nicht weit vom Hauptort entfernt ist. So hatten wir keine weiten Wege, um uns z.B. Abends ein Restaurant zum Essen zu suchen. Es gibt auch ein paar Lokalitäten, die westliches Essen anbieten, wenn man mal die Nase voll hat von Reis und Co. und am Fußballplatz, direkt neben dem Hafen gelegen, gibt es jeden Abend Fisch und Seafood BBQ, das sollte man auf jeden Fall probiert haben!

Die schönsten Badestrände sind ohne Scooter nicht zu erreichen, wenn man sich nicht ständig einen Fahrer suchen will. Kaum eine Unterkunft auf dieser Insel hat einen direkten Strandzugang. Das liegt aber auch daran, dass es um den Hafenort keine schönen Badestrände gibt. Auf der östlichen Seite der Insel ist der Boby Beach ganz hübsch und auf Grund der weitläufig vorgelagerten Sandbank für Kinder super zum spielen. Man kann bestimmt 60 – 70 Meter durch hüfthohes ruhiges Wasser hinauslaufen. Vom Hafenort fährt man etwa 10 Minuten bis zum Strand.

Am Liebsten sind wir jedoch zum Sunset Beach auf der Westseite der Insel gefahren, bis dorthin fährt man mit den Scootern etwa 20 Minuten. Ein sehr schöner Strand mit toller Aussicht, ganz besonders wir der Name schon verrät zum Sonnenuntergang. Es gibt einige kleine Bars wo man Nasi Goreng, kleine Knabbereien und kalte Getränke kaufen kann. Unsere Kids haben sich an diesem Strand super wohl gefühlt und haben mit den einheimischen Kindern auch ein paar Spielkameraden gefunden.

Am mittleren Strandabschnitt hat der vermutlich größte Borussia Dortmund Fan Indonesiens seine Bar in schwarz gelben Farben gestaltet. Ein unheimlich netter und stets gut gelaunter Mensch. Anlässlich seines 29. Geburtstags hatte er die Strandgäste zu einem Fisch BBQ und einem Glas Wein eingeladen.

Auf dem Weg zum Sunset Beach kommt man am Aussichtspunkt “Bukit Love” vorbei. Von dort oben hat man einen Panoramablick über die Südseite der Insel und kann ein paar schöne Erinnerungsfotos machen.

Für ein Abendessen mit einem atemberaubenden Blick auf den Sonnenuntergang über den Hafenort empfiehlt sich das Cocohut ca. 200 Meter am Ayu Hotel vorbei in Richtung Osten auf der linken Seite gelegen. Mit ein wenig Übung ist der steile Anstieg auch mit den Scootern kein Problem. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn die Aussicht von dort oben ist einzigartig…

One thought on “#6 Karimunjawa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.