Urlaub auf den Malediven? Wer hat nicht schon einmal davon geträumt? Klares, ruhiges Wasser, von Palmen gesäumte weiße Sandstrände und eine lebhafte Unterwasserwelt. Zugegeben, nicht gerade als Backpacker Ziel bekannt, hat es uns dennoch nach einem tollen Angebot für 2 Wochen auf die Malediven verschlagen. Denn das Ellaidhoo Maldives by Cinnamon zeigt, dass ein Malediven Urlaub auch für Normalsterbliche erschwinglich sein kann.

Die ca. 90 für Touristen erschlossenen Inseln eignen sich perfekt für einen traumhaften Familienurlaub. Durch die vorgelagerten Korallenriffe ist das Wasser an den Stränden derart ruhig, dass man auch die kleinsten der Familie bedenkenlos am Wasser spielen lassen kann, ohne Angst vor der nächsten Welle haben zu müssen. Man sollte jedoch sicher sein, dass man ein All-Inclusive Angebot erwischt. Denn sonst ist man der Preispolitik seiner Wahlinsel erlegen und fängt man einmal an, vor jedem Getränk zunächst den Geldbeutel zu studieren, geht auch ganz schnell die Freude am Urlaub verloren.

Am Flughafen in Malé angekommen, fragt man sich an den Schaltern der Reiseveranstalter ein wenig durch (der Schalter unseres Reiseveranstalters war interessanterweise gar nicht besetzt nach unserer Ankunft) , um in Erfahrung zu bringen, von welchem Boot man zur Zielinsel gebracht wird. Geht die Reise mit einem Wasserflugzeug weiter, wird man zunächst mit einem Shuttle Bus zur anderen Seite des Flughafens gebracht.

Für uns ging es auf ein Speed Boat, das nach 90 ziemlich langen, holprigen Minuten im Ari Atoll auf der Insel Ellaidhoo ankommen sollte. Die Fahrt mit dem Boot ist recht unspektakulär. Wasser bis zum Horizont in alle Himmelsrichtungen, was anderes sieht man lange Zeit nicht. Da realisiert man das erste Mal, dass man sich irgendwo inmitten des indischen Ozeans befindet. Hat man die Fahrt geschafft und setzt den ersten Fuß auf die Insel, fühlt man sich dann aber direkt angekommen im Paradies.

Schuhe aus und ab in den Sand, was für ein tolles Gefühl! Dieses Gefühl wird uns die nächsten 2 Wochen begleiten, sind wir doch auf einer Barfuß-Insel. Das Schuhwerk kann bis zur Heimreise also getrost in den Koffer wandern.

Wir brauchen nur etwa 12 Minuten, um die Insel einmal zu umrunden, verlaufen kann man sich hier schonmal nicht. Und ganz nebenbei hat die Insel eine üppige Flora und Fauna zu bieten, das haben wir so nicht erwartet. Wie ein kleiner Dschungel breiten sich die Palmen über das Innere der Insel aus. So findet man hier und da auch mal eine reife Kokosnuss, bei deren Öffnungsversuchen man an den Rand der Verzweiflung kommen kann. Mit ein wenig Geschick, schafft man es vielleicht sogar ein paar Kokosnüsse direkt vom Baum zu holen. Man sollte nur lieber nicht versuchen eines der Exemplare aufzufangen 😀 Besonders dann nicht, wenn einem fast ein Dutzend auf einmal entgegenfällt…

Kokosnuss Malediven

Auch einige Tiere gibt es auf der Insel zu entdecken. Fischreiher sind hier fast allgegenwärtig und zeigen sich täglich. Aber auch kleinere Zeitgenossen bekommt man hier und da zu Gesicht. Die Blutsaugeragame z.B. kann man super tagsüber beobachten, da sie gern auf Baumstämmen sitzt, um sich in der Sonne zu wärmen. Man muss sich nur langsam herantasten, da die Echsen sehr scheu sind. Läuft man mit wachsamen Augen den Strand entlang findet man auch mal den ein oder anderen Einsiedlerkrebs, der sein Häuschen in Form von leeren Muscheln oder Schneckengehäusen hinter sich her zieht.

Über die Unterwasserwelt brauche ich nicht viele Worte verlieren. Auf den Malediven muss man nicht unbedingt Taucher sein, auch beim Schnorcheln bekommt man hier einiges geboten. Von Fischschwärmen über Schildkröten, Haie oder Rochen ist alles dabei was das Unterwasserherz begehrt. Denn die Insel Ellaidhoo hat ein herausragendes Hausriff, das man von allen Seiten der Insel erkunden kann. Selbst den Kleinsten Inselurlaubern zieht es mit gerade mal 3 Jahren mit der Taucherbrille und Schnorchel den Blick hinein in den indischen Ozean.

Ein paar Bootsausflüge kann man direkt an der Rezeption buchen, allerdings sind diese nicht ganz billig. Wenn man kein All Inclusive Paket hat, bei dem Ausflüge mit inbegriffen sind, kann das ziemlich teuer enden.

Die wunderschönen Sonnenuntergänge, die man in den Abendstunden bei einem Glas Wein genießen kann, runden schließlich ein tolles Urlaubserlebnis ab.

Ein kleines Highlight gab noch es zur Heimreise. Die unruhige See auf Grund einer Sturmwarnung hat es unserem Boot unmöglich gemacht abzulegen, zu gefährlich wäre die Fahrt geworden. So hat man beschlossen die Abreisenden an jenem Tag von einem Wasserflugzeug abholen zu lassen. So waren wir in nur knapp 20 Minuten in Malé am Flughafen. Zwar hatten wir wegen des Wetters nicht die grandiose Aussicht auf die Inseln, wie man sie aus den Katalogen kennt. Ein tolles Erlebnis war der Flug, in dem die Piloten mit Flip-Flops bekleidet im offenen Cockpit bei der Arbeit waren, aber allemal 😉

Mehr Malediven Fotos gibt es hier

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