An der Ostküste Malaysias im südchinesischen Meer liegt die kleine Inselgruppe Perhentian. Sie besteht aus den Hauptinseln Perhentian Besar (besar = groß) und Perhentian Kecil (kecil = klein). Je nach dem von wo man anreist, sollte man früh aufstehen, um noch am selben Tag ein Boot in Richtung der Inseln zu bekommen. Wir haben für unsere Anreise von den Cameron Highlands nach Kuala Besut gute 5 Stunden Fahrtzeit gebraucht. Man ist gut beraten, wenn man eher etwas mehr Zeit einplant als zu wenig. Unterwegs habe ich es mir verkniffen, Fotos von der Fahrt zur Ostküste zu schießen, die Erinnerung daran ist bereits traurig genug. Denn auf einigen Teilstrecken bot sich uns manchmal kilometerlang ein erschreckendes Bild. Um uns herum war, soweit die Blicke reichten, kein einziger Baum mehr zu sehen. Unzählige abgeholzte Baumstümpfe ragten aus dem Boden und auf den Straßen überholten wir einige Schwertransporter, die die gefällten Baumstämme abtransportierten. Die Landschaft um uns herum wurde für die nächsten Palmöl Plantagen vorbereitet….

Angekommen im Hafenort Kuala Besut kann man die Inseln mit einem Speedboat in gut 40 Minuten erreichen. Wer schnell seekrank wird, sollte lieber vorsorgen, denn die Fahrt mit dem Speedboat ist ziemlich holprig 🙂 Hat man die Fahrt aber geschafft, wartet ein kleines Paradies darauf, erkundet zu werden.

Wir steuerten Perhentian Besar an und wurden in unserer Unterkunft Suhaila Palace in der Tuna Bay ganz herzlich empfangen. Wir haben den Schlüssel in Empfang genommen und konnten direkt unser Zimmer beziehen. Von unserem Zimmer aus konnten wir auch den südwestlichen Teil der Insel bestehend aus 3 Strandabschnitten (Tuna Bay, der Strand an Abdul´s Chalet und ganz im Süden Teluk Keke) gut zu Fuß erkunden. Alle anderen Strände auf der Insel erreicht man am einfachsten mit einem Wassertaxi. Das Wassertaxi ist das übliche Transportmittel auf den Perhentian und die einzige Möglichkeiten andere Inselteile zu erreichen, da es keine Straßen und dementsprechend auch keine Roller oder Autos gibt. Man findet an jedem Strandabschnitt eine Haltestelle, auf der auch die Preise für die verschiedenen Destinationen der Insel aufgelistet sind.

Perhentian

Man kann auch gar nicht wirklich sagen, wo denn die schönsten Stellen der Insel sind, es lohnt sich überall hinzufahren. Man findet viele schneeweiße Sandstrände, die schon ein wenig Malediven Feeling aufkommen lassen. Zudem kommt man als Taucher oder Schnorchler voll auf seine Kosten. Man kann eine tolle Unterwasserwelt entdecken und von nahezu überall auf der Insel direkt mit dem Schnorchel abtauchen, ohne sich mit einem Boot erst zu einem Schnorchelspot bringen zu lassen.

Perhentian

Einen Favoriten auf der Insel hatten wir dann aber doch, und das war der Turtle Beach. Nicht nur dass außer uns, noch höchstens 5-6 weitere Personen den Weg dorthin gefunden hatten, auch die Tierwelt, die wir hier vorgefunden haben, war einmalig. Neben mehreren Wasserschildkröten, die wir ganz in Ruhe bei der Nahrungssuche unter Wasser beobachten konnten, hat sich hier und da auch mal ein Waran zwischen Gebüsch und Strand blicken lassen.

Entgegen einiger Berichte über große Müllprobleme auf den Perhentian muss ich sagen, dass wir die Insel unglaublich sauber vorgefunden haben. Einmal täglich kam ein Müllboot und hat einen Strand nach dem anderen abgeklappert, um die angesammelten Müllsäcke aufzuladen. Weder an den Stränden noch im Hinterland haben sich hier Berge von Müll angesammelt. Wir würden auf jeden Fall noch einmal wiederkommen.

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