Nach einer abenteuerlichen Anreise freuten wir uns auf ein paar entspannende Tage in Luang Prabang, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im bergigen Norden von Laos. Mit knapp mehr als 60.000 Einwohnern ist Luang Prabang nicht nur das beliebteste Reiseziel sondern auch nach Vientiane bereits die zweitgrößte Stadt in Laos.

Man wird in Luang Prabang schnell von seinem Charme verzaubert. Es gibt z.B. keine hässlichen, riesigen Hotelbauten. Die Stadt besteht aus einem Mix aus laotischer Tradition und französischer Kolonialzeit. So kann man morgens bei gutem Kaffee ein knackiges Croissant frühstücken und Abends traditionelle asiatische Reisgerichte mit frischen Zutaten vom örtlichen Markt genießen.

Neben einigen Gebäuden im Kolonialstil gibt es jede Menge kleinerer Tempelanlagen, die man in der Altstadt erkunden kann. Die Halbinsel, auf der die Altstadt sich befindet, ist umgeben von den Flüssen Mekong und Nam Khan, der an dieser Stelle in den Mekong mündet.

Einen tollen Ausblick über die Berglandschaft bietet der Gipfel des Mount Phou Si. Etwa 130 Meter über Luang Prabang gelegen, wird man nach einem steilen Aufstieg mit einer atemberaubenden Kulisse belohnt und bekommt einen Rundumblick über Luang Prabang, die Berglandschaft und den Mekong.

Luang Prabang Mount Phou Si
Blick auf Luang Prabang, die Berglandschaft und den Fluss Nam Khan

Direkt gegenüber des Treppenaufstiegs auf den Mount Phou Si befindet sich der alte Königspalast, der heute als Nationalmuseum dient. Im Inneren befinden sich zahlreiche Möbel und Gegenstände aus vergangenen Tagen. Innerhalb der Räumlichkeiten ist das Fotografieren verboten. Die Anlage erstrahlt aber auch von außen betrachtet in Vollem Glanz.

Luang Prabang lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Um aber auch etwas weiter außerhalb die Gegend zu entdecken, lohnt es sich einen Roller zu mieten. Zum einen kostet es nicht viel, zum anderen ist man sehr flexibel und zeitlich ungebunden. Ein lohnenswertes Ausflugsziel ist z.B. der Kuang Si Wasserfall, ca. 25 Km von Luang Prabang entfernt. Mit gut 30 Metern Höhe ist der Wasserfall ziemlich imposant. Das Besondere am Kuang Si Wasserfall sind die vielen kleineren und größeren Terrassen, die sich dort entlang des Wasserweges gebildet haben. Das türkisfarbene Wasser lädt einen regelrecht ein, dort hineinzuhüpfen. Das ziemlich kalte Wasser bringt eine willkommene Abkühlung zu den ansonsten sehr schweißtreibenden Temperaturen.

Übrigens: Auf dem Weg vom Parkplatz zum Wasserfall befindet sich das Tat Kuang Si Rescue Centre. Bären, die aus der Gefangenschaft von illegalen Tierhändlern befreit wurden, haben dort ein neues zu Hause gefunden. Spenden sind herzlich Willkommen!

Insgesamt versprüht Luang Prabang eine äußerst charismatische und ruhige Atmosphäre. Dies ist wirklich ein Ort zum „herunterkommen“. Wer sich hier von seinem Alltag zu Hause nicht erholen kann, der kann das wahrscheinlich nirgendwo.

Abends wird auf der Straße, von der auch der Treppenaufstieg zum Mount Phou Si beginnt, der Nachtmarkt aufgebaut. Hier gibt es jeden Abend handgefertigte Kleidung- und Schmuckstücke sowie Souvenirs in den buntesten Variationen zu kaufen. Und auch kulinarisch hat man jede Menge Auswahl, so dass man jeden Abend andere Köstlichkeiten ausprobieren kann. In einer Nebenstraße zum Nachtmarkt gibt es z.B. riesige Buffets, an denen man sich für wenig Geld mehr als nur satt essen kann. Beim Blick in die „Nachtmarktküche“ darf man es dabei aber nicht so genau nehmen und sich vor allem nicht davon abschrecken lassen. Es sieht manchmal schlimmer aus als es ist. Wir zumindest haben immer alles super vertragen 😉

Und wer diese ganzen leckeren Gerichte gerne zu Hause nachkochen möchte, der sollte einen laotischen Kochkurs belegen. Man lernt einiges über die Koch- und Esskultur und es macht ganz nebenbei sogar auch ein wenig Spaß 🙂

 

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